Faszination des Bogens



Der Tradition verbunden

Von der Frühgeschichte der Menschheit (älteste gefundene Pfeilspitze ca. 9000 v. Chr.) bis zum Spätmittelalter prägten Pfeil und Bogen die Geschichte in Europa. Im nord-amerikanischen Raum hat der Bogen sogar bis ins 19. Jahrhundert nicht an Bedeutung für die Indianer verloren. Im Amazonasgebiet und in Teilen Asiens jagen die Naturvölker heute noch mit Pfeil und Bogen.

Über Jahrtausende war der Bogen wichtigstes Mittel der Nahrungsbeschaffung. Als Waffe entschied er über Aufstieg und Fall von Königreichen.


Die Tradition fortführen

Mit dem Erscheinen der Feuerwaffen verlor der Bogen allmählich an Bedeutung. In militärischer Hinsicht und beim Jagen war das Gewehr dem Bogen weit überlegen.
Trotz allem hat Pulver und Blei den Pfeil nicht restlos verdrängen können. Überall auf der Welt wurde die alte Kunst des Bogenbauens von Generation zu Generation weitergegeben.
Das Bogen-Design hat sich im Laufe der Jahrtausende ständig verfeinert und verbessert. Je nach vorhandenen Materialien und Verwendungszwecken entwickelte sich der Bogen vom einfachen Stabbogen der Steinzeit über den englischen Langbogen und den amerikanischen Flachbogen bis hin zum Compositbogen der asiatischen Reitervölker.
Im 20. Jahrhundert machten die Bögen, was die Leistungsfähigkeit und Haltbarkeit betrifft, durch das neuentwickelte Glasfiber und neue Klebstoffe, noch einmal einen Sprung nach oben.



Heute sind glasbelegte Langbögen, Recurve und Compound-Hightechbögen auf jedem Schießplatz zu sehen. Doch trotz der enormen Vorteile dieser neuen Bogengeneration sehen wir immer wieder (und immer häufiger) den einfachen Selfbogen, selbstgefertigt aus einem Stück.
Die alte Bogentradition erlebt in diesen Jahren einen enormen Aufschwung. Auch bei den Wölfen finden wir Bogner, die Bögen und Ausrüstungsgegenstände bis hin zu Steinzeitwerkzeugen selbst anfertigen.

Es lebe die Tradition.